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Wir bauen Masken zu Goethes „Faust“
Ein Bericht der Klasse 5b zum TUSCH-Projekt Maskenbau.
Am Mittwoch, 7. Dezember 2011, fand der Unterricht für die 5b nicht im Klassenraum, sondern in der Töpferwerkstatt statt. Gemeinsam mit dem Fachmann vom Thalia Theater, Matthias Winter, bauten wir dort Masken zu Figuren aus Goethes „Faust“. Die Geschichte hatten wir vorher im Deutschunterricht bei Frau Schwarz gelesen und uns jeder eine Figur ausgesucht. Jetzt durften wir ihr auch ein Gesicht geben.
Jeder Schüler erhielt einen Klotz Ton, aus dem zunächst einmal ein Gesicht geformt wurde. Anschließend wurden Augen, Mund und Nase aus dem Ton modelliert. Damit der Ton später nicht austrocknet, wurde er dann mit Frischhaltefolie überzogen. Nun ging es daran, das Papier für die eigentliche spätere Maske aufzutragen. Insgesamt wurden drei Lagen spezielles Maskenpapier mit Kleister auf die Tonform gestrichen. Dabei wurden die Hände ziemlich klebrig und glitschig. Nach vielen Stunden konzentrierter Arbeit waren unsere Masken endlich so weit, dass wir sie zum Trocknen weglegen konnten.
Im Kunstunterricht bei Frau Reetz werden wir die Masken bemalen und mit Haaren, Ohrringen, Bärten schmücken. Matthias Winter wird uns im Januar noch einmal besuchen und die fertigen Masken bewundern. Und dann wollen wir ein Maskenspiel einstudieren, das wir im März im Rahmen der Präsentation des gemeinsamen TUSCH-Projektes „Gott, Teufel und Macht“ vorführen werden. Darauf freuen wir uns schon sehr!
Schülerfeedback zum Maskenbauen:
"Ich fand es toll! Die erste Schicht Papier hat mir Spaß gemacht, die letzte Schicht war nicht so toll." (Messbah, 10)
"Ich fand es super toll, weil wir das Gesicht formen konnten. Und ich fand doof, dass ich Kleister an den Händen hatte." (Laura, 10)
"Meine Maske ist toll geworden! Aber ich fand den Kleister nicht so toll, weil er schlecht von den Fingern abging." (Patrick, 10)
"Ich fand es sehr gut, dass wir so viel alleine ausprobieren konnten, und eigentlich alles! Ich wünsche mir noch mehr solche Projekte!" (Lukas, 11)
"Ich fand es schön, dass jeder bei seiner Maske die Phantasie herauslassen durfte. Und dass wir miteinander reden und uns Komplimente machen durften." (Lisa, 10)
"Der Ton hat sich an den Fingern doof angefühlt." (Francis, 10)
"Mit dem Ton zu arbeiten hat mir Spaß gemacht." (Losseni, 10)
"Mir hat der Maskenbau gefallen, weil wir da sehr viel selbst gemacht haben. Mir hat nicht so gefallen, dass wir so viele waren, dass wir immer lange auf Herrn Winter warten mussten." (Pawel, 10)
"Mir hat das Formen des Gesichtes am besten gefallen." (Vanessa, 10)
"Die Masken waren alle so schön!" (Merle, 10)
"Die Masken sind schön geworden." (Mahdiar, 10)
"Der Ton war sehr gut und auch glitschig. Dieser Tag war cool!" (Selin, 11)
Bergfest im Ernst-Deutsch-Theater: AufgeTUSCHt!
Ein Jahr TUSCH-Partnerschaft mit dem Thalia Theater liegt nun hinter uns. Ein Jahr voller unterschiedlichster Berührungen zwischen Theater und Schule – was ein Blick auf unseren TUSCH-Kalender eindrucksvoll vermittelt. Dass dies gefeiert werden muss, war nicht nur uns klar, sondern allen anderen TUSCH-Partnerschaften ebenso.
Den passenden Ort dafür steuerte das Ernst-Deutsch-Theater bei. 15 Theater und 20 Schulen präsentierten sich dort mit einem Querschnitt durch ihr erstes TUSCH-Jahr. Trotz sturmflutartiger Regenfälle und einem ziemlich nassen Theater fiel die Veranstaltung – zum Glück! - dennoch nicht ins Wasser. Unsere Schule war vertreten durch die 7a, die zwei selbstgeschriebene Texte inszenierte. Die Texte waren in einem vorherigen Theater-Workshop entstanden und inspiriert durch das Spiegelwelten-Thema von Cornelia Funkes „Reckless“. Außerdem waren tolle Buchinstallationen zu bewundern, die ebenfalls von Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs hergestellt wurden. Ein großer Applaus für den 7. Jahrgang! Das spannende Programm, in dem Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 1 bis 12 auf der Bühne standen, hat wieder einmal die großartigen Möglichkeiten aufgezeigt, die in einer Partnerschaft von Theater und Schule stecken. Freuen wir uns auf ein tolles zweites Jahr mit TUSCH!
21. Februar 2011
Integrationstag im Thalia Theater in der Gaußstraße
Um auf die speziellen Bedürfnisse unserer Integrationsschüler eingehen zu können, verbringen wir möglichst zweimal im Halbjahr gemeinsam einen Vormittag außerhalb der Schule, den so genannten Integrationstag. Diesmal – am 21. Februar 2011 - ging es nach Altona, ins Thalia in der Gaußstraße.


Die TUSCH-Kooperation mit dem Thalia Theater ist für uns auch deshalb besonders toll, da wir eine integrative Schule sind, die in allen Jahrgängen Schülerinnen und Schüler haben, die einen sogenannten Integrationsstatus haben. Passend dazu arbeitet das Thalia schon seit vielen Jahren mit integrativen Theatergruppen. Diese Gruppen nennen sich EISENHANS. Es gibt eine Theatergruppe für Jugendliche, zwei für Erwachsene und seit drei Jahren auch noch die Eisenhans Band „Bitte lächeln“.
Im Thalia in der Gaußstraße wurden wir bereits von Corinna Honold (Theaterpädagogin), Dennis Dringelburg (Mitarbeiter der Eisenhansjugendgruppe) und Marian (Praktikantin) erwartet. In diesem alten Fabrikgebäude gibt es insgesamt vier Probebühnen und eine Hauptbühne, wo tatsächlich 170 Zuschauer Platz finden (wir hatten alle weniger geschätzt). Alle Stücke, die im Thalia Theater aufgeführt werden, werden zuvor in der Gaußstraße geprobt und die kleinste der Probebühnen sollte nun die nächsten drei Stunden uns gehören. 12 Schüler und 6 Lehrerinnen waren sehr gespannt auf den Vormittag, doch bevor es richtig losgehen konnte, durften wir das Theater und den Kostümfundus besichtigen. So viele tolle Kleider waren faszinierend und ließen manche Herzen höher schlagen.
Zum gegenseitigen Kennenlernen und Einstimmen haben wir viele Aufwärmübungen gemacht. Es waren Namensspiele, dynamische Spiele, viel Bewegung und auch Tanz. Wir konnten den ganzen großen Raum nutzen und uns so richtig austoben. Besonders witzig war die Übung, in der die Schüler die Lehrer pantomimisch nachahmen sollten. „Mir haben die Spiele gut gefallen, das war lustig“ (Ahmad, Jg.8). Was dem einen oder anderen Schüler zu kindisch erschien, nämlich das genaue Beobachten anderer Personen, um sich in sie hineinversetzen zu können, stellt doch gerade für Schauspieler eine wichtige Fähigkeit dar.
Nach diesen Vorbereitungen und einer kurzen Erholungspause spielten wir dann auch noch richtig Theater! In Form eines Improvisationstheaters („Das Königsspiel“) wurden geheimste Wünsche wahr: Ein König hat drei Diener und darf diesen alles befehlen …
Das eine oder andere Talent war dabei nicht zu übersehen!
Dieses Spiel kam bei den meisten Schülern besonders gut an und wird auch in der Schule mit anderen Klassenkameraden weiterhin nachgespielt. „Mir hat das Königs-Spiel gefallen. Das war super gut.“ (Christopher, Jg.5).
Zum krönenden Abschluss wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt, die alle einen kurzen Text über eine Schulsituation. Nach einer kurzen Besprechung spielte jede Gruppe ihr Stück vor und die Zuschauer mussten den Auftrag erraten. Alle Stücke wurden so toll gespielt, dass uns das Erraten nicht sehr schwer viel.
Es war ein toller Tag, an dem wir viel gelernt haben. Besonders schön war es, zu beobachten, wie die Schüler sich im Laufe des Vormittags geöffnet haben und wie ungezwungen alle miteinander gespielt haben, auch diejenigen, die bisher keinen Kontakt miteinander hatten.
Es herrschte eine angenehme Atmosphäre und fast alle hatten Spaß an diesem Tag und stimmten Julius aus Jg. 6 zu: „Mir hat alles gut gefallen. Es waren nur zu viele Aufwärmübungen und zu wenig Schauspiel“.
Wenn das nicht nach einem weiteren Treffen ruft. Wir sind dabei!!
„Leg‘ mal noch mehr Delay auf Mikro 2“
18 Schüler (der Jahrgänge 6 bis 12) und 7 Lehrer lernen gemeinsam. Gibt’s gar nicht? Doch! Bewiesen haben wir es am Mittwoch, 16.2., in unserem dreistündigen Technik-Workshop in der Aula am Timmerloh.
Unter der gleichermaßen souveränen wie fröhlichen Leitung von Christoph Oerding (Ton-Techniker am Thalia Theater) drehten, schraubten und stöpselten wir an Stage-Boxen, Lautsprechern, Monitoren, Mischpulten – immer mit dem Ziel vor Augen, den imaginären Redner auf der Bühne ins rechte Licht (und in den rechten Ton) zu setzen. Dazu brauchte es zunächst einmal viel Disziplin und Konzentration. Denn bevor wir selbst tätig werden durften, erklärte uns Christoph die verschiedenen Geräte. Anhand der Fotos und Skizzen, die über den Beamer an die große Bühnenleinwand projiziert wurden, war dies für alle gut sichtbar und nachvollziehbar. Alsdann machten wir uns in kleineren Gruppen an die Geräte. Kabel mussten korrekt – und dann auch noch in der richtigen Reihenfolge – gesteckt, die LEDs im gewünschten Farbton gemischt und die passende Lautstärke auf die Bühnenmonitore gelegt werden. Diese praktische Aufgabe fanden die Schüler „besonders gut, da hier noch einmal alles ausprobiert werden konnte“, was vorher theoretisch erklärt wurde (Lara und Lena Neubert, Jg. 11). Auch Niklas Scherer (Jg. 10) hat dabei viel Neues gelernt und hatte ebenso viel Spaß bei der Sache.
Die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Workshop teilgenommen haben, wünschen sich einen Folgekurs, in dem sie ihre Kenntnisse noch vertiefen können. Für unsere Schule ist das eine tolle Sache, denn mit so vielen Veranstaltungstechnik-Experten meistern wir die anstehenden Aufführungen in unserer Aula spielend!
Abschluss der Aktion Lessing-Stoff-Sammlung beim Lessing-Denkmal
Am Freitag, 04.02.2011, wurde die Kunstaktion im öffentlichen Raum mit einem großen Spektakel in der Innenstadt beendet.
Um 11 Uhr trafen sich in strömendem Regen viele Schüler, die an der Lessing-Stoff-Sammlung teilgenommen haben, auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz. Von unserer Schule fand sich eine Abordnung von drei Schülerinnen und einem Schüler ein, alle aus Jahrgang 10.
Erst einmal bekamen wir alle einen von sechs Zeremonienmeistern zugewiesen. Diese waren in den Farben der Lessing-Themen gekleidet, die auch schon die Farben der leuchtend bunten Bänder gebildet hatten. Alle Schüler versammelten sich um „ihren“ Zeremonienmeister und breiteten die beschrifteten Bänder aus. Sodann begann der Zug in Richtung Gänsemarkt, zum Lessing-Denkmal. Das war ziemlich witzig, denn die Gruppen, die den Auftrag hatten, ihre Sprüche vor sich hin zu murmeln, wurden immer lauter und haben irgendwann ihre Texte laut herumgeschrien und das sorgte natürlich für Aufsehen! So riefen die Schüler vom blauen Zeremonienmeister, der für das Thema Freiheit stand, immer wieder: „Was wollen wir? Freiheit!“ Angekommen sind wir schließlich am Gänsemarkt, dort mussten wir für eine Weile still sein. Alle, die bunte, beschriftete Bänder hielten, stellten sich im Kreis auf und hielten die Bänder hoch. Die sechs Zeremonienmeister lasen einige der Sprüche vor. Der Spruch von Mauro war auch dabei!
Die Bänder werden später an unsere Schule zurückgeschickt.
Es war eine großartige Aktion, die auch die außenstehenden Menschen zum Nachdenken gebracht hat.
Bunte Gedankenteppiche am Gerhart-Hauptmann-Platz
Bereits Anfang Januar haben sich 120 Schülerinnen und Schüler mit Themen auseinandergesetzt, die schon Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1782) beschäftigt haben.
Seit dem 17. Januar flattern bunte Bänder im Schulzaun, beschriftet mit Gedanken, Ideen, Wünschen zu Themen wie Toleranz, Freundschaft und Freiheit. Am Dienstag, 25. Januar, ging es dann zum nächsten Schritt: Die bunten Gedankenbänder wurden am Gerhart-Hauptmann-Platz (neben dem Thalia Theater) in große Webstühle eingewebt, die eigens für diese Aktion gebaut worden waren. So entstanden lauter einzelne Teppiche, die anschließend die Fassade des Theaters zierten. Alle Schüler konnten ihren Text, ihren Gedanken zum Thema durch eine große „Flüstertüte“ sprechen – für so manlessingnchen eine ganz besondere Erfahrung, die eigene Stimme in aller Öffentlichkeit so laut zu präsentieren.
Am Freitag, 4. Februar, fand die große Abschlussveranstaltung statt. Die Teppichstücke wurden zum Lessing-Denkmal am Gänsemarkt getragen.
Eine tolle Aktion, die zeigt, wie aktuell Lessings Themen auch heute sind.
Lessing-Stoff-Sammlung: Bunte Bänder als Gedankenverteiler
Seit Montag, 17.01.2011, flattern am Zaun der Fritz-Schumacher-Schule leuchtend bunte Bänder.
Beschriftet sind sie mit Gedanken, Ideen, Fragen, Wünschen zu Themen, die schon Gotthold Ephraim Lessing (1729 bis 1781) beschäftigt haben. Dass Themen wie Toleranz, Freundschaft oder Freiheit heute genauso wichtig sind wie zu Lessings Zeiten, bewiesen die 120 Schülerinnen und Schüler (Jahrgänge 7 bis 13), die sich damit auseinandergesetzt und ihre Gedanken auf die Bänder geschrieben haben. Sie wurden dabei tatkräftig von der Künstlerin Gaby Schönthaler unterstützt, die sich das Kunstprojekt für den öffentlichen Raum ausgedacht hat.
Nikolaus im Thalia Theater: Eine Diskussion um Theaterkritiken und Volksverhetzung
Am Montag, 06.12.2010, traf sich das Profil 4/S1 mit dem Intendanten des Thalia-Theaters. Gesprochen wurde über die Neuinszenierung von Shakespeares „Hamlet“, Erlaubtes und Unerlaubtes in Theaterkritiken und den Straftatbestand der Volksverhetzung.
Am 20.09.2010 erschien in der Welt-online eine Theaterkritik der Neuinszenierung von Shakespeares „Hamlet“ im Thalia Theater. Im Gegensatz zum vorherrschenden Tenor der Kritiker fiel diese Kritik von Alan Posener extrem schlecht aus. Doch nicht das allein war der Grund, warum wir, das Profil 4/S1 der Oberstufe der FSS uns mit diesem Text auseinandergesetzt haben. Die Lektüre des Artikels hatte uns alle sehr in Rage versetzt. So hatten wir den Eindruck, der Verfasser schlage wild um sich und ließe weder an den Schauspielern, an Hauptschülern, Volkshochschulen noch an Muslimen ein gutes Haar. Die Antwort des Thalia-Intendanten, Joachim Lux, in Form eines offenen Briefes , stimmte unserer Empörung zu. Herr Lux ging sogar so weit, dem Verfasser der Kritik Volksverhetzung vorzuwerfen.
Von den Provokationen der Kritik beflügelt besuchten wir selbst die Inszenierung des „Hamlet“, um uns ein eigenes Bild zu machen. Obwohl die meisten von uns von der Inszenierung nicht begeistert waren, herrschte dennoch Einigkeit darüber, dass Posener mit seiner Kritik völlig daneben gegriffen hat, schon dadurch, dass Beispiele zur Hand genommen werden, welche nicht das Geringste mit dem Stück zu tun haben. Anschließend verglichen wir die in Poseners Kritik vorkommenden Äußerungen mit dem Grundgesetzartikel zur Volksverhetzung (§130), und kamen zu dem Schluss, dass es tatsächlich Indikatoren für eine solche Intention des Verfassers gibt. Untermauern konnten wir dies durch die sprachliche Analyse einzelner Textpassagen, die wir im Deutschunterricht vorgenommen haben. Hier befassten wir uns außerdem mit der journalistischen Darstellungsform der Kritik, um zu erfahren, wie ein solcher Text aufgebaut sein sollte.
Am Nikolaus-Montag waren wir dann mit Corinna Honold (Theaterpädagogin), dem Intendanten des Thalia Theaters, Joachim Lux und dem Journalisten Heiko Kammerhoff im Thalia Theater verabredet. Hier konnten wir von der TUSCH-Partnerschaft unserer Schule mit dem Thalia profitieren. In dem Gespräch ging es zu gleichen Teilen um das Stück, die Kritik und Journalismus im Allgemeinen. Herr Lux erzählte uns unter anderem von seinen Recherchen zu der Person Posener selber, während der er darauf stieß, dass dieser eigentlich gar kein Theaterkritiker sei. Herr Kammerhoff konnte hier allgemein ergänzen, dass es durchaus möglich sei, dass bei Ausfall eines Journalisten auch mal jemand aus einem anderen Ressort einspringen müsse.
Rückblickend auf diese Gesprächsrunde war die Klasse gleicher Meinung: Durch die gleichen Standpunkte der Teilnehmer war die Diskussion zu kuschelig. Allerdings war es doch informativ und spannend, was man daran sehen kann, dass es kaum Unruhen gab und niemand wirklich mit dem Kopf auf dem Tisch eingeschlafen ist. Die sympathische Atmosphäre, ausgelöst durch Gebäck, Getränk und einen lässigen Intendanten, trug positiv bei zu einer flüssigen Unterhaltung, die niemals wirklich langweilig wurde, trotz einiger kleiner Startschwierigkeiten. [Ergänzung Sw: Cirnna Honold und ich loben ausdrücklich die Ernsthaftigkeit, das Selbstbewusstsein und das Engagement, mit dem die Klasse diese Diskussion geführt hat!]
Uns allen hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema viel Spaß gemacht. Dass unsere Arbeit nicht einfach nur für die Schule gemacht werden sollte, sondern die Basis für die Diskussion im Theater stellte, hat uns motiviert und war mal etwas anderes. Gefallen hat uns auch, dass wir nicht das Gefühl hatten, den Unterrichtsstoff aufgezwungen zu bekommen, sondern wir selbst entscheiden konnten, welchen Schritt wir als nächstes gehen wollten. Auch die fächerverbindende Arbeit (Deutsch und PGW) war eine gute Sache.
TUSCH-Entrée
Am Mittwoch, 20. Oktober 2010, wurde aufgeTUSCHt!


In der Aula setzten wir mit allen Schülerinnen und Schülern, Jg. 5 bis 13, ein unüberseh- und -hörbares Zeichen für den Beginn unserer Partnerschaft mit dem Thalia Theater. SchülerInnen und LehrerInnen strömten in die Aula, um sich auf zwei Jahre voller Theater einstimmen zu lassen. Zu Gast waren von unserem Partnertheater die künstlerische Betriebsdirektorin, Sabina Dhein, sowie die Theaterpädagogen Corinna Honold und Herbert Enge. Auch Gunter Mieruch – TUSCH-Vertreter der Behörde – war dabei und berichtete von seiner langjährigen Erfahrung mit Theater und Schule – kurz TUSCH.
Nach dem Aulaprogramm, in dem neben dem TUSCH-Film auch Darbietungen aus Musik und Theater gezeigt wurden, konnten sich sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen in der Pausenhalle in echte Theaterkostümen aus dem Thalia hüllen. Das eine oder andere Schauspielertalent war dabei nicht zu übersehen.
Auch die „Wünsche an TUSCH“, die von SchülerInnen und LehrerInnen aufgeschrieben und ausgehängt wurden, zeigen eines ganz deutlich: die Lust auf Theater ist an unserer Schule riesengroß!
AufgeTUSCHt!
Unser erstes TUSCH-Jahr ist angelaufen! Für zwei Schuljahre (2010 bis 2012) sind wir nun Partnerschule des Thalia Theaters .
TUSCH steht für „Theater und Schule“, also für das gegenseitige Geben und Nehmen beider Kooperationspartner. Theaterbesuche für alle Klassen mit Blicken hinter die Bühne und in die Werkstätten sind ebenso Bestandteil dieser Partnerschaft wie gemeinsame Workshops, Kunstprojekte oder das Kennenlernen der verschiedensten Theaterberufe. Nicht nur die ganz großen Projekte finden hier Raum. Gerade kleinere Projekte, die aus dem Unterricht in verschiedenen Fächern hervorgehen, können durch TUSCH einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Wir sind sicher, dass die Auseinandersetzung mit Theater in vielen Bereichen der Persönlichkeitsbildung junger Menschen eine wichtige Rolle spielt. Sei es, indem die Jugendlichen selbst Theater spielen oder sich im Anschluss an einen Theaterbesuch spannende Diskussionsrunden ergeben. Die Resonanz auf unser TUSCH-Entrée am 20. Oktober 2010 war groß – die Lust auf Theater ist offenbar bei unseren Schülern vorhanden. Nutzen wir sie!
Erste Projekte haben bereits stattgefunden oder befinden sich in der Startphase, weitere werden folgen. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig über die Aktionen berichten.
Für weitere Informationen über TUSCH: www.tusch-hamburg.de
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